Zeitungsbericht in der Presse über LA-Ausnahmetalent Michael Mölschl
Statt Strand und Eis gibt’s Gugl und Schweiß
(Die Presse) 09.07.2005
Michael Mölschl, 18, gilt als Österreichs größtes Talent. Er knackt Rekorde und hamstert Titel ein.
NEUHOFEN/WIEN/LIENZ (dat). Längst sind Ferien. Viele seiner Freunde machen blau. Doch für Michael Mölschl, 18 aus Neuhofen an der Krems, hat sich kaum etwas am täglichen Ablauf geändert. Warum auch, verfolgt doch der Schüler des Leistungssport-BORG Linz schon seit über fünf Jahren seinen Traum. Klar, dass viele anfangs den Kopf geschüttelt haben oder es nicht glauben wollten, doch Michael rückte vom Vorhaben, eines Tages in der Leichtathletik-Weltspitze auftauchen zu wollen, nicht auch nur einen Millimeter ab. Er läuft (100, 200 m), er läuft und hüpft (110 m Hürden) und setzt zu weiten Sätzen (Weitsprung, Dreisprung) an. Ein Einzelkämpfer, wie er im Buche steht. Mit 18, aus dem eigenen Nachwuchsbereich. Aus Österreich. Kein Scherz.
“Ein Freund hat mich damals zur Leichtathletik ‘bracht”, sagt er stolz über seine erste Begegnung mit der Tartanbahn, obschon er sich da “wirklich nichts dabei gedacht” hätte. Doch er ist geblieben, weil’s seinem “Charakter entsprochen” habe. “Ich bin ein Einzelkämpfer!” Dass er aber seinen Weg überhaupt unter die Beine nehmen konnte, verdankte er auch dem nächsten Zufall. Bisserl Glück, so der Teenager, brauche halt jeder im Leben. In seiner Sporthauptschule gab’s Schwerpunkte im Turnunterricht, auch Leichtathletik. Da schaute Trainer Wolfgang Adler vorbei und “hat mich entdeckt. Zufall!”
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