Wilde Verfolgungsjagd durch Neuhofen

Am 09.07.2006, gegen 20.15 Uhr, wurde die Polizei in Neuhofen in Kenntnis gesetzt, dass im Ortsgebiet eine vermutlich alkoholisierte Person mit einem PKW fährt. Auf der Fahrt auf der B 139Richtung Kematen sahen zwei Beamte der den angeführten PKW – besetzt mit zwei männl. Personen - auf einer Firmenzufahrt stehen. Als die Beamten daraufhin mit dem Dienstfahrzeug wendeten, flüchtete der Lenker in rasendem Tempo auf der B 139 ortseinwärts. Mit einer Vollbremsung und rauchenden, quietschenden Reifen bog er nach rechts in die Piberbacher Austraße ein. Dort mussten sich Spaziergänger mit einem Sprung in die angrenzende Wiese vor dem PKW-Lenker retten; entgegenkommende PKW-Lenker mußten ebenfalls ihre Fahrzeuge ablenken.

Der Lenker, es handelt sich um einen 48-Jährigen aus Kremsmünster, fuhr wie ein Wilder durch mehrere Gemeindestraßen im Bereich zwischen Neuhofen und Piberbach, wobei er mehrfach sein Auto durch Vollbremsungen zum Stillstand brachte und so offensichtlich einen Auffahrunfall durch den Streifenwagen provozieren wollte.

In rücksichtslosester und gemeingefährdenster Fahrweise (ua. zw. 80 und 120 km/h durch enge, dicht verbaute Siedlungsstraßen) setzte er seine Fahrt fort, wobei abermals Fußgänger und Radfahrer gefährdet wurden.
Um die Anhaltung des Lenkers zu erzwingen, wurden von einem Beamten im unverbauten Gebiet mit der Dienstwaffe zwei Schüsse auf die Hinterreifen des PKW abgegeben. Trotz dieser Schüsse setzte der 48-Jährige die Flucht fort und raste in ein angrenzendes Gerstenfeld und in der weiteren Folge durch ein Maisfeld. Im nassen, tiefen Erdreich blieb sein Fahrzeug letztlich stecken.

Der 48-Jährige verriegelte von innen die Türen des PKWs, zog ein ca. 30 cm langes Messer hervor, bedrohte und beschimpfte einen Beamten durch das nicht zur Gänze geschlossene linke Seitenfenster. Obwohl die Reifen des Fahrzeuges zerschossen waren, konnte der 48-Jährige mit seinem PKW im Maisfeld erneut die Flucht fortsetzen, welche erst nach dem Maisfeld in einem betonierten Gartenzaun endete. Er setzte dann zu Fuß die Flucht ins ca. 5 ha große Maisfeld fort.
Ca. 50 m vom Standplatz des PKWs konnte der Flüchtende von den Beamten im Maisfeld gesichtet werden, er wurde gestellt und, da er als sehr gefährliche Person einzustufen war, wurde von den Beamten der Pfefferspray eingesetzt.
Bei der anschließenden Anbringung der Handschellen leistete der Verdächtige Widerstand und bedrohte beide Beamte mit dem Umbringen.

Der Beifahrer des 48-Jährigen, ein 44-Jähriger aus Neuhofen war indessen in keinster Form aktiv.
Der 48-Jährige, der den Alko-Test verweigerte, wird in die Justizanstalt Linz eingeliefert.
Beide Beamte wurden verletzt; ua. erlitten sie Abschürfungen an den Händen und Rissquetschwunden.

Quelle: http://www.bundespolizei.gv.at

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